Die Köpfe der AfD-Stiftung
Die Stiftung hat einen Vorstand, zu dem zehn Personen gehören. Im Aufsichtsgremium, dem Kuratorium, sind 30 Mitglieder. Hier eine Auswahl:

Die langjährige CDU-Politikerin und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen ist das Gesicht der Erasmus-Stiftung. Die 76-Jährige trat 2017 aus der CDU aus und warb bei der Bundestagswahl desselben Jahres für die AfD, ohne jedoch Mitglied zu werden – bis heute. Im März 2018 übernahm sie den Vorsitz der Stiftung, die wenig später von der AfD als parteinah anerkannt wurde. Steinbach stand bereits zu ihrer Zeit als CDU – Bundestagsabgeordnete weit rechts. Immer  wieder wurde ihr vorgeworfen, die NS-Zeit zu relativieren. Steinbach ist auch auf Twitter sehr aktiv. Dort behauptete sie etwa unter Verweis auf den Namensbestandteil „sozialistische“ und „Arbeiterpartei“ der NSDAP, es habe sich um eine linke Partei gehandelt. Und als eine Berliner Waldorfschule es ablehnte, das Kind eines AfD-Politikers aufzunehmen, twitterte Steinbach: „Kinder von AfD-Mitgliedern sind die neuen ‚Judenkinder‘ und haben dort nichts verloren. Muss man doch verstehen …“. Der CDU-Politiker Peter Tauber gab ihr wegen ihrer enthemmten Sprache eine Mitschuld an dem Tod des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Sie hatte noch Anfang 2019 Beiträge mit einem Zitat Lübckes aus dem Jahr 2015 verbreitet, das ihn schon damals zur Hassfigur in der rechten Szene hatte werden lassen.

Nachtrag: Am 15.01.21 hat Ulrich Kutschera mitgeteilt, dass er aus dem Kuratorium der DES-Stiftung austreten werde.